Mehr erneuerbare Energien für Thüringen
In Thüringen gibt es noch viel ungenutztes Potenzial bei erneuerbaren Energien. Das ist das Fazit der Teilnehmer der Veranstaltung „Dezentrale Energieversorgung mit erneuerbaren Energien durch kommunale Unternehmen“ des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) bei den Stadtwerken in Jena. Matthias Machnig, Thüringens Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie, wies in seinem Vortrag „Die Zukunft der Energieversorgung in Thüringen“ auf die besondere Bedeutung der Stadtwerke für eine dezentrale Energieversorgung hin. Der Minister machte dabei deutlich, dass die Stadtwerke vor einer Renaissance stehen und unverzichtbar für den Wettbewerb auf den Energiemärkten sind.
Auch Dr. Reinhard Koch, Vorstandsvorsitzender der VKU-LandesgruppeThüringen, ist überzeugt, dass ein Ausbau der erneuerbaren Energien in Thüringen nur gemeinsam mit den Stadtwerken vor Ort zu erreichen ist. „Aktuell investieren die Stadtwerke bundesweit 6,5 Milliarden Euro für den Bau von 3.500 Megawatt-Kraftwerkskapazität. Davon entfallen immerhin 36 Prozent auf den Ausbau erneuerbarer Energien. Mittelfristig sind weitere 5.000 Megawatt mit einem Volumen von sechs Milliarden Euro geplant“, betonte Koch. Für Thüringen hatten CDU und SPD im Koalitionsvertrag vereinbart, bis 2020 den Anteil erneuerbarer Energien von 16 auf 35 Prozent zu erhöhen.
Das Beispiel Thüringen zeigt, wie viel Potenzial noch in erneuerbaren Energien steckt, und dass die Stadtwerke in Thüringen bereit sind, dieses Potenzial zu nutzen. Bis Ende des Jahres soll ein Vorschlag für die Überarbeitung des Landesentwicklungsplans vorliegen. Darin soll der Ausbau der erneuerbaren Energien und des Klimaschutzes Vorrang haben. Auf Bundesebene brauchen die kommunalen Unternehmen dafür verlässliche ordnungspolitische Rahmenbedingungen. Die Bundesregierung sollte daher die kommunalen Unternehmen in ihre Überlegungen zum Energiekonzept 2010 mit einbeziehen. Mehr Wettbewerb und ein Umbau des Energiesystems zu einem dezentralen System gelingen nur mit den Stadtwerken zusammen.
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